Conceptlicht.com_Kulturpalst-Dresden_002
Kulturpalast
Dresden


Auszeichnung:
Nominiert „Deutscher Lichtdesign-Preis 2019“

Die ursprüngliche Beleuchtung des Kulturpalastes in Dresden war geprägt von undefinierten Strahlungscharakteristiken, die zu einem undifferenzierten Gesamtbild führte. Deshalb wurde im Zuge der Modernisierung ein besonderes Augenmerk auf die Außenwirkung der Beleuchtung gelegt. Das Foyer und die Bibliothek des Kulturpalastes wirken wie ein Schaufenster in die Stadt. Durch die Begrenzung der Strahlungswinkel geschieht eine Ausblendung der Leuchten, sodass sich diese nach aussen in ihrer Eigenwirkung zurücknehmen.

Der historische Kontext des Kulturpalastes erforderte Fingerspitzengefühl bei der Gestaltung der Leuchten, vor allem in den Foyers. Die hierfür entwickelten quadratischen Leuchten bestehen aus einer direkten Komponente im Kern, sowie aus einem hinterleuchteten Lichtkranz, der zugleich der Sicherheitsbeleuchtung dient. Das signifikante Erscheinungsbild der Leuchte wurde in abgewandelter Form auch in anderen Bereichen des Kulturpalastes übertragen, wie zum Beispiel in den Schmetterlingstreppenhäusern in Form einer Wandleuchte.

Die Bibliotheksbeleuchtung wird durch direkt und indirekt strahlende Pendelleuchten in Kombination mit Downlights in den Erschließungsbereichen gewährleistet. Bei den fassadennahen Leuchten wurde abermals penibel auf die Begrenzung der Strahlung in den Außenraum geachtet, sodass die Leuchten das Nachtbild der Fassade nicht negativ beeinträchtigen. Eine große Herausforderung stellte die Regalbeleuchtung in der Bibliothek dar. Die filigrane lineare Leuchte mit asymmetrisch gerichtetem Licht wurde speziell hierfür entwickelt.

Den Kern des Gebäudes bildet der Konzertsaal, wobei die historische Herkuleskeule im Untergeschoss ebenfalls eine bedeutende Rolle übernimmt. Der Konzertsaal wird durch in die Decke integrierte Downlights realisiert. Die kompakte Bauform, der zurückversetzte Einbau und die extreme Ausblendung der Leuchten gewährleisten ein ruhiges Deckenbild. Obwohl die Downlights im Randbereich den Wänden sehr nahekommen, ist es gelungen, störende Abbildungen von Lichtkegeln zu vermeiden. Jede Leuchte ist optimal ausgerichtet, um eine homogene Beleuchtung des Konzertsaals sicher zu stellen. Die Holzwände des Saales erhalten eine gleichmäßige Aufhellung und schaffen somit Atmosphäre. Die Beleuchtung der Bühne erfolgt durch speziell konzipierte Leuchten, die sich in den darüber befindlichen Plafonds einfügen.

Der Außenraum des Kulturpalastes ist geprägt von den umschließenden Arkaden. Die Strahlungsgeometrie der Leuchten ist so auf die Arkaden abgestimmt, dass weder die Fassade noch die Stützen durch Licht beaufschlagt werden. Die vertikalen Flächen werden nur durch den Widerschein des Bodens aufgehellt.

Die Dachkrone ist für den Kulturpalast Dresden in der Außenwirkung signifikant, die auch in die Nacht fortwirken soll. Die Dachkrone erhält umlaufend eine Aufhellung mit weißer Lichtfarbe. Durch die unmittelbare Nähe der mit warmer Lichtfarbe angestrahlten Kuppel der Frauenkirche wird ein Bedeutungskonflikt vermieden. Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass an der Dachkrone vorbei keine Strahlung in die Umgebung abgegeben wird, um eine Belästigung der Anrainer durch vagabundierende Strahlung zu vermeiden.

Architekt:
gmp Generalplanungsgesellschaft mbH

Fotograf:
Christian Gahl

Kategorie: Kultur

Kulturpalast
Dresden


Auszeichnung:
Nominiert „Deutscher Lichtdesign-Preis 2019“

Die ursprüngliche Beleuchtung des Kulturpalastes in Dresden war geprägt von undefinierten Strahlungscharakteristiken, die zu einem undifferenzierten Gesamtbild führte. Deshalb wurde im Zuge der Modernisierung ein besonderes Augenmerk auf die Außenwirkung der Beleuchtung gelegt. Das Foyer und die Bibliothek des Kulturpalastes wirken wie ein Schaufenster in die Stadt. Durch die Begrenzung der Strahlungswinkel geschieht eine Ausblendung der Leuchten, sodass sich diese nach aussen in ihrer Eigenwirkung zurücknehmen.

Der historische Kontext des Kulturpalastes erforderte Fingerspitzengefühl bei der Gestaltung der Leuchten, vor allem in den Foyers. Die hierfür entwickelten quadratischen Leuchten bestehen aus einer direkten Komponente im Kern, sowie aus einem hinterleuchteten Lichtkranz, der zugleich der Sicherheitsbeleuchtung dient. Das signifikante Erscheinungsbild der Leuchte wurde in abgewandelter Form auch in anderen Bereichen des Kulturpalastes übertragen, wie zum Beispiel in den Schmetterlingstreppenhäusern in Form einer Wandleuchte.

Die Bibliotheksbeleuchtung wird durch direkt und indirekt strahlende Pendelleuchten in Kombination mit Downlights in den Erschließungsbereichen gewährleistet. Bei den fassadennahen Leuchten wurde abermals penibel auf die Begrenzung der Strahlung in den Außenraum geachtet, sodass die Leuchten das Nachtbild der Fassade nicht negativ beeinträchtigen. Eine große Herausforderung stellte die Regalbeleuchtung in der Bibliothek dar. Die filigrane lineare Leuchte mit asymmetrisch gerichtetem Licht wurde speziell hierfür entwickelt.

Den Kern des Gebäudes bildet der Konzertsaal, wobei die historische Herkuleskeule im Untergeschoss ebenfalls eine bedeutende Rolle übernimmt. Der Konzertsaal wird durch in die Decke integrierte Downlights realisiert. Die kompakte Bauform, der zurückversetzte Einbau und die extreme Ausblendung der Leuchten gewährleisten ein ruhiges Deckenbild. Obwohl die Downlights im Randbereich den Wänden sehr nahekommen, ist es gelungen, störende Abbildungen von Lichtkegeln zu vermeiden. Jede Leuchte ist optimal ausgerichtet, um eine homogene Beleuchtung des Konzertsaals sicher zu stellen. Die Holzwände des Saales erhalten eine gleichmäßige Aufhellung und schaffen somit Atmosphäre. Die Beleuchtung der Bühne erfolgt durch speziell konzipierte Leuchten, die sich in den darüber befindlichen Plafonds einfügen.

Der Außenraum des Kulturpalastes ist geprägt von den umschließenden Arkaden. Die Strahlungsgeometrie der Leuchten ist so auf die Arkaden abgestimmt, dass weder die Fassade noch die Stützen durch Licht beaufschlagt werden. Die vertikalen Flächen werden nur durch den Widerschein des Bodens aufgehellt.

Die Dachkrone ist für den Kulturpalast Dresden in der Außenwirkung signifikant, die auch in die Nacht fortwirken soll. Die Dachkrone erhält umlaufend eine Aufhellung mit weißer Lichtfarbe. Durch die unmittelbare Nähe der mit warmer Lichtfarbe angestrahlten Kuppel der Frauenkirche wird ein Bedeutungskonflikt vermieden. Bei der Planung wurde darauf geachtet, dass an der Dachkrone vorbei keine Strahlung in die Umgebung abgegeben wird, um eine Belästigung der Anrainer durch vagabundierende Strahlung zu vermeiden.

Architekt:
gmp Generalplanungsgesellschaft mbH

Fotograf:
Christian Gahl

Kategorie: Kultur